In unserer Liquid Feedback Instanz wurde Thema 159 abgestimmt. Diese Seite soll das Abstimmungsergebnis näher erklären.

Hinweis

  • Diese Seite hat zwei Ziele:
    1. Zum einen soll sie eine unabhängige und nachprüfbare Instanz sein, bei der die Ergebnisse von Liquid Feedback selbstständig aus den Abstimmungsdaten berechnet werden können, damit kein Vertrauen in diesen Aspekt von Liquid Feedback notwendig ist.
    2. Zum anderen soll das Abstimmungsergebnis möglichst verständlich aufbereitet werden und am konkreten Beispiel die benutzten Verfahren erklären.
  • Diese Aufbereitung ist noch in einem frühen Stadium. Weder die Erklärungen noch die Berechnungen sind vollständig zufriedenstellend. Für konstruktive Hinweise per Mail an niels.lohmann@piraten-mv.de freue ich mich sehr.
  • Die Reiter „Rohdaten“ und „Quelle“ sollen in Zukunft beschreiben, wie man an die hier aufbereiteten Daten und Ergebnisse kommen kann. Eine genauere Beschreibung sowie eine Veröffentlichung des Scriptes, das diese Seiten erstellt, steht noch aus.
  • Die hier gezeigte Umsetzung der Schulze-Methode entspricht nicht den in den jeweiligen Wikipedia-Artikeln beschrieben Verfahren, wo bei der Bestimmung der stärksten Wege ein anderer Vergleichsoperator genutzt wird. Eine genauere Beschreibung der Unterschiede steht aus. Mehr Details lassen sich auf der LQFB-Website bzw. gleich im Paper von Markus Schulze finden.
  • Die hier gezeigte Umsetzung der Schulze-Methode entspricht nicht vollständig dem in Liquid Feedback verwendeten Verfahren. Es ist also durchaus möglich (und bekannt), dass die hier beschriebenen Abstimmungsergebnisse nicht notwendigerweise mit denen in Liquid Feedback übereinstimmen. Ich stehe mit den Entwicklern in Kontakt, um dies zu ändern. Insbesondere verwendet Liquid Feedback ein Verfahren um stets eine vollständige Ordnung (statt nur einer Halbordnung) zu erreichen. Da die zuerst verwendete Umsetzung einen Fehler hatte und die nun verwendete Umsetzung undemokratisch ist (d.h. die Initiative mit der geringsten Id bevorzugt), habe ich mich dazu entschlossen, abzuwarten wie dieses Problem gelöst wird.
  • Definitiv in Planung ist ein Vergleich des Endergebnisses mit den abgegebenen Stimmen. Vielleicht lässt sich quantifizieren, inwieweit das Abstimmungsergebnis den Mehrheitswillen abbildet. Ebenso wäre es wünschenswert, weitere Eigenschaften des Wahlverfahrens (z.B. Clone-Proofness) zu beschreiben.

Initiativen

Es standen 4 Initiativen im Bereich Satzung und Parteistruktur zur Abstimmung:

Im folgenden werden die Initiativen nur noch mit ihrer Nummer beschrieben.

SELECT area_id, fully_frozen, closed FROM issue WHERE (id = '159') ORDER BY id
SELECT name FROM area WHERE (id = 4) ORDER BY id
SELECT id, name FROM initiative WHERE (issue_id = '159' AND admitted = true) ORDER BY id
issue
Groups of initiatives
area
Subject areas
initiative
Group of members publishing drafts for resolutions to be passed; Frontends must ensure that initiatives of half_frozen issues are not revoked, and that initiatives of fully_frozen or closed issues are neither revoked nor created.
(4, datetime.datetime(2013, 3, 13, 19, 9, 11, 915327, tzinfo=psycopg2.tz.FixedOffsetTimezone(offset=60, name=None)), datetime.datetime(2013, 3, 21, 19, 12, 1, 849130, tzinfo=psycopg2.tz.FixedOffsetTimezone(offset=60, name=None)))
('Satzung und Parteistruktur',)
(227, 'Beschr\xc3\xa4nkung der Amtszeit - 2 Jahre')
(228, 'Beschr\xc3\xa4nkung der Amtszeit - 3 Jahre')
(229, 'Beschr\xc3\xa4nkung der Amtszeit - 1 Jahr')
(230, 'keine Beschr\xc3\xa4nkung der Amtszeit')

Abstimmung

Die Abstimmung fand von Mittwoch, den 13. März 2013 bis Donnerstag, den 21. März 2013 statt.

Es haben 8 Mitglieder mit insgesamt 23 Stimmen abgestimmt.

Falls es mehr Stimmen als Mitglieder gibt, entstammen die zusätzlichen Stimmen Delegationen. Falls ein Mitglied beispielsweise mit zwei eingehenden Delegationen abgestimmt hat, wird dies im folgenden wie zwei zusätzliche gleiche abgegebene Stimmen behandelt.

SELECT member_id, weight FROM direct_voter WHERE (issue_id = '159')
direct_voter
Members having directly voted for/against initiatives of an issue; Frontends must ensure that no voters are added or removed to/from this table when the issue has been closed.
(32, 2)
(41, 1)
(52, 1)
(60, 5)
(12, 2)
(40, 1)
(82, 1)
(3, 10)

Stimmzettel

Liquid Feedback benutzt bei der Abstimmung eine sogenannte Präferenzwahl. Dabei können neben der Zustimmung und Ablehnung der zur Abstimmung stehenden Initiativen Präferenzen zum Ausdruck gebracht werden (Favorit, erster Ersatzwunsch, …).

Die Abstimmungen im Liquid Feedback sind öffentlich. Im folgenden stellt jede Zeile einen abgegebenen Stimmzettel dar. Die farbig hinterlegten Zahlen geben die gewünschte Reihenfolge der Initiativen wieder: Initiativen mit einer höheren Zahl werden gegenüber Initiativen mit einer geringeren Zahl bevorzugt. Initiativen mit gleicher Zahl sind nicht geordnet. Grüne Zahlen entsprechen Zustimmung, rote Zahlen entsprechen Ablehnung.

  • 1 230 -1 228 -2 227 -3 229×11
  • 2 227 1 228 -1 230 -2 229×5
  • 1 230 -1 228, 227, 229×2
  • 1 230 -1 227, 229, 228×2
  • 1 230 -1 229, 228, 227×2
  • 1 230 0 228 -1 227, 229

Wie beschrieben wurden Stimmen entsprechend des Stimmgewichtes durch eingehende Delegationen wiederholt. Um Platz zu sparen, wird jeder unterschiedliche Wahlzettel nur einmal angezeigt - der Wert am Ende der Zeile gibt an, wie viele gleich ausgefüllt Wahlzettel es gibt.

Der Wert der bunt hinterlegten Zahlen wird im folgenden nur für die Reihenfolge verwendet – die Höhe spielt dabei nur innerhalb eines Stimmzettel eine Rolle. Weiterhin ist es nicht möglich, „Lücken“ in den Werten zu haben und beispielsweise den Wert 3 ohne den Wert 2 zu vergeben.

SELECT initiative_id, grade FROM vote WHERE (issue_id = 159 AND member_id = ___) ORDER BY grade DESC
vote
Manual and delegated votes without abstentions; Frontends must ensure that no votes are added modified or removed when the issue has been closed.

Hinweis: Das Feld member_id wurde ausgeblendet.

(230, 1)
(228, -1)
(227, -1)
(229, -1)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -1)
(229, -1)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(228, 0)
(227, -1)
(229, -1)
(230, 1)
(227, -1)
(229, -1)
(228, -1)
(230, 1)
(229, -1)
(228, -1)
(227, -1)
(230, 1)
(229, -1)
(228, -1)
(227, -1)
(230, 1)
(228, -1)
(227, -2)
(229, -3)
(230, 1)
(227, -1)
(229, -1)
(228, -1)
(227, 2)
(228, 1)
(230, -1)
(229, -2)
(227, 2)
(228, 1)
(230, -1)
(229, -2)
(227, 2)
(228, 1)
(230, -1)
(229, -2)
(227, 2)
(228, 1)
(230, -1)
(229, -2)
(227, 2)
(228, 1)
(230, -1)
(229, -2)

Präferenzen

Durch die Abstimmungen wurden insgesamt 119 explizite und 91 implizite Präferenzen abgegeben. Eine explizite Präferenz ist dabei eine vom Mitglied ausgedrückte Reihenfolge zwischen zwei Initiativen. Weiterhin wird aus jedem Stimmzettel errechnet, welche Initiativen gegenüber dem Status Quo bevorzugt werden (d.h. mit einer positiven Zahl bewertet werden) bzw. welche abgelehnt werden (d.h. mit einer negativen Zahl bewertet werden). Diese impliziten Präferenzen werden später dazu verwendet zu entscheiden, ob eine Initiative angenommen oder abgelehnt wird.

Präferenztabelle

Die folgende Tabelle fasst alle Präferenzen zusammen. Jeder Eintrag gibt an, wie viele Mitglieder die Initiative der jeweiligen Zeile der Initiative der jeweiligen Spalte bevorzugen. Grün hinterlegte Zellen beschreiben eine mehrheitliche Zustimmung der Initiative in der jeweiligen Zeile verglichen mit der Initiative in der jeweiligen Spalte. Rot hinterlegte Zellen beschreiben eine mehrheitliche Ablehnungen der Initiative in der jeweiligen Zeile verglichen mit der Initiative in der jeweiligen Spalte.

>V 227 228 229 230 SQ
227 5 16 5 5
228 12 17 5 5
229 0 0 0 0
230 18 18 23 18
SQ 18 17 23 5

Der Eintrag „SQ“ steht für den Status Quo, der wie eine virtuelle Initiative behandelt wird, die nur mit den impliziten Präferenzen bewertet wird. Wenn ein Mitglied einer Initiative zustimmt, präferiert es diese Initiative gegenüber dem Status Quo. Wenn ein Mitglied hingegen eine Initiative ablehnt, präferiert er den Status Quo gegenüber dieser Initiative. Demnach entspricht die letzte Zeile der Tabelle der Anzahl der Ablehnungen für jede Initiative und die letzte Spalte der Tabelle die Anzahl der Zustimmungen für jede Initiative. Details sind auf dieser Seite beschrieben.

Grafische Darstellung

Die Grafik interpretiert die Tabelle wie folgt: Jeder Kreis entspricht einer Initiative und jeder Pfeil gibt an, wie viele Mitglieder die eine oder die andere Initiative im direkten Vergleich bevorzugen. Die Richtung des Pfeiles stellt eine Mehrheit im direkten Vergleich dar. Bei Gleichstand wird eine Linie ohne Pfeilspitze gezogen. Die Linien sind mit den Präferenzen beschriftet.

Hinweis: Diese Grafik ist nur eine andere Darstellung der Präferenztabelle und gibt lediglich direkte Vergliche, jedoch keine allgemeine Ordnung zwischen Initiativen wieder.

Explizite Präferenzen

  1. 230 >V 228
  2. 230 >V 227
  3. 230 >V 229
  4. 230 >V 228
  5. 230 >V 227
  6. 230 >V 229
  7. 230 >V 228
  8. 230 >V 227
  9. 230 >V 229
  10. 228 >V 227
  11. 228 >V 229
  12. 227 >V 229
  13. 230 >V 228
  14. 230 >V 227
  15. 230 >V 229
  16. 228 >V 227
  17. 228 >V 229
  18. 227 >V 229
  19. 230 >V 228
  20. 230 >V 227
  21. 230 >V 229
  22. 228 >V 227
  23. 228 >V 229
  24. 227 >V 229
  25. 230 >V 228
  26. 230 >V 227
  27. 230 >V 229
  28. 228 >V 227
  29. 228 >V 229
  30. 227 >V 229
  31. 230 >V 228
  32. 230 >V 227
  33. 230 >V 229
  34. 228 >V 227
  35. 228 >V 229
  36. 227 >V 229
  37. 230 >V 228
  38. 230 >V 227
  39. 230 >V 229
  40. 228 >V 227
  41. 228 >V 229
  42. 227 >V 229
  43. 230 >V 228
  44. 230 >V 227
  45. 230 >V 229
  46. 228 >V 227
  47. 228 >V 229
  48. 227 >V 229
  49. 230 >V 228
  50. 230 >V 227
  51. 230 >V 229
  52. 228 >V 227
  53. 228 >V 229
  54. 227 >V 229
  55. 230 >V 228
  56. 230 >V 227
  57. 230 >V 229
  58. 228 >V 227
  59. 228 >V 229
  60. 227 >V 229
  61. 230 >V 228
  62. 230 >V 227
  63. 230 >V 229
  64. 228 >V 227
  65. 228 >V 229
  66. 227 >V 229
  67. 230 >V 228
  68. 230 >V 227
  69. 230 >V 229
  70. 228 >V 227
  71. 228 >V 229
  72. 230 >V 227
  73. 230 >V 229
  74. 230 >V 228
  75. 230 >V 229
  76. 230 >V 228
  77. 230 >V 227
  78. 230 >V 229
  79. 230 >V 228
  80. 230 >V 227
  81. 230 >V 228
  82. 230 >V 227
  83. 230 >V 229
  84. 228 >V 227
  85. 228 >V 229
  86. 227 >V 229
  87. 230 >V 227
  88. 230 >V 229
  89. 230 >V 228
  90. 227 >V 228
  91. 227 >V 230
  92. 227 >V 229
  93. 228 >V 230
  94. 228 >V 229
  95. 230 >V 229
  96. 227 >V 228
  97. 227 >V 230
  98. 227 >V 229
  99. 228 >V 230
  100. 228 >V 229
  101. 230 >V 229
  102. 227 >V 228
  103. 227 >V 230
  104. 227 >V 229
  105. 228 >V 230
  106. 228 >V 229
  107. 230 >V 229
  108. 227 >V 228
  109. 227 >V 230
  110. 227 >V 229
  111. 228 >V 230
  112. 228 >V 229
  113. 230 >V 229
  114. 227 >V 228
  115. 227 >V 230
  116. 227 >V 229
  117. 228 >V 230
  118. 228 >V 229
  119. 230 >V 229

Implizite Präferenzen gegenüber Status Quo

  1. SQ >V 230
  2. 228 >V SQ
  3. 227 >V SQ
  4. 229 >V SQ
  5. SQ >V 230
  6. 228 >V SQ
  7. 227 >V SQ
  8. 229 >V SQ
  9. SQ >V 230
  10. 228 >V SQ
  11. 227 >V SQ
  12. 229 >V SQ
  13. SQ >V 230
  14. 228 >V SQ
  15. 227 >V SQ
  16. 229 >V SQ
  17. SQ >V 230
  18. 228 >V SQ
  19. 227 >V SQ
  20. 229 >V SQ
  21. SQ >V 230
  22. 228 >V SQ
  23. 227 >V SQ
  24. 229 >V SQ
  25. SQ >V 230
  26. 228 >V SQ
  27. 227 >V SQ
  28. 229 >V SQ
  29. SQ >V 230
  30. 228 >V SQ
  31. 227 >V SQ
  32. 229 >V SQ
  33. SQ >V 230
  34. 228 >V SQ
  35. 227 >V SQ
  36. 229 >V SQ
  37. SQ >V 230
  38. 228 >V SQ
  39. 227 >V SQ
  40. 229 >V SQ
  41. SQ >V 230
  42. 228 >V SQ
  43. 227 >V SQ
  44. 229 >V SQ
  45. SQ >V 230
  46. 228 >V SQ
  47. 227 >V SQ
  48. 229 >V SQ
  49. SQ >V 230
  50. 227 >V SQ
  51. 229 >V SQ
  52. SQ >V 230
  53. 227 >V SQ
  54. 229 >V SQ
  55. 228 >V SQ
  56. SQ >V 230
  57. 229 >V SQ
  58. 228 >V SQ
  59. 227 >V SQ
  60. SQ >V 230
  61. 229 >V SQ
  62. 228 >V SQ
  63. 227 >V SQ
  64. SQ >V 230
  65. 228 >V SQ
  66. 227 >V SQ
  67. 229 >V SQ
  68. SQ >V 230
  69. 227 >V SQ
  70. 229 >V SQ
  71. 228 >V SQ
  72. SQ >V 227
  73. SQ >V 228
  74. 230 >V SQ
  75. 229 >V SQ
  76. SQ >V 227
  77. SQ >V 228
  78. 230 >V SQ
  79. 229 >V SQ
  80. SQ >V 227
  81. SQ >V 228
  82. 230 >V SQ
  83. 229 >V SQ
  84. SQ >V 227
  85. SQ >V 228
  86. 230 >V SQ
  87. 229 >V SQ
  88. SQ >V 227
  89. SQ >V 228
  90. 230 >V SQ
  91. 229 >V SQ

Schulze-Methode

Um aus der Präferenztabelle eine allgemeine Ordnung der Initiativen zu finden wird die Schulze-Methode verwendet. Diese vergleicht nun die Initiativen nicht nur direkt, sondern auch indirekt. Dabei wird davon ausgegangen, dass Präferenzen transitiv sind, d.h. dass ein Mitglied, dass Initiative A gegenüber B präferiert und B gegenüber C, dann auch A gegenüber C präferieren würde.

Die Schulze-Methode ermittelt nun für jeweils zwei Initiativen A und B die höchste Präferenz, indem nicht nur die direkte Verbindung zwischen A und B, sondern auch indirekte Verbindungen zwischen A und C sowie C und B verglichen werden. Das Ergebnis sind dann die sogenannten stärksten Wege.

Tabelle der stärksten Wege

Die folgende Tabelle fasst alle stärksten Wege zusammen. Jeder Eintrag gibt die Stärke des besten Weges zwischen der Initiative der jeweiligen Zeile der Initiative der jeweiligen Spalte an.

PD 227 228 229 230 SQ
227 5 16 5 5
228 12 17 5 5
229 0 0 0 0
230 18 18 23 18
SQ 18 17 23 5

Werte, die sich gegenüber der Präferenztabelle unterscheiden, sind fett hervorgehoben. Es ist durchaus möglich, dass gerade bei Abstimmungen zwischen wenigen Initiativen diese Tabelle mit der ursprünglichen Präferenztabelle übereinstimmt. In diesem Fall konnte kein besserer Weg zwischen den jeweiligen Initiativen gefunden werden.

Grafische Darstellung

Schulze-Rang

Mithilfe der stärksten Wege kann nun jede Initiative mit jeder anderen verglichen werden. Da es sein kann, dass mehrere Initiativen gleich gut sind, ist das Ergebnis der Schulze-Methode in der Regel Halbordnung. Dies bedeutet, dass es nicht nur mehrere Siegerinitiativen geben kann, sondern auch, dass nur durch zusätzliche Regeln eine feste Reihenfolge zwischen ansonsten gleich guten Initiativen gefunden werden muss.

Grafische Darstellung

Das Ergebnis der Schulze-Methode kann grafisch so aufgefasst werden, dass ein Pfeil zwischen Initiative A und Initiative B bedeutet, dass im Endergebnis Initiative A besser als Initiative B ist:

Die Grafik wurde zur erhöhten Lesbarkeit transitiv reduziert, d.h. das Pfeile, die sich aus anderen Pfeilen ableiten lassen weggelassen wurden. Wenn beispielsweise Initiative A besser ist als Initiative B und C ist und Initiative B wiederum besser ist als Initiative C ist, dann kann der Pfeil zwischen A und C weggelassen werden.

Eine besondere Rolle spielt bei dieser Halbordnung der Status Quo (blau eingezeichnet). Jede Initiative, die nicht besser als der Status Quo ist (in der Grafik rot eingezeichnet), wird im späteren Verfahren der Siegerermittlung automatisch abgelehnt.

Vollständige Rangfolge

Die oben dargestellt Halbordnung kann mithilfe einer topologischen Sortierung in eine vollständige Ordnung überführt werden. Diese Sortierung hat die Eigenschaft, dass alle in der Halbordnung festgelegten Reihenfolgen eigehalten werden, jedoch bisher ungeordnete Initiativen in eine (potenziell willkürliche) Ordnung gebracht werden.

Im konkreten Fall ist die Ordnung eindeutig.

  1. Initiative 230: keine Beschränkung der Amtszeit
  2. Status Quo
  3. Initiative 228: Beschränkung der Amtszeit - 3 Jahre
  4. Initiative 227: Beschränkung der Amtszeit - 2 Jahre
  5. Initiative 229: Beschränkung der Amtszeit - 1 Jahr

O = { [228,229] , [230,229] , [230,227] , [230,SQ] , [230,228] , [SQ,229] , [228,227] , [SQ,228] , [227,229] , [SQ,227] }

Annehmen und Ablehnen von Initiativen

Neben den reinen Präferenzen spielen auch weitere Regeln eine Rolle bei der Ermittlung der Abstimmungssieger.

Dieses Thema wurde mit dem Regelwerk Meinungsbild / Beschlussvorlage abgestimmt. In diesem Regelwerk werden Initiativen nur angenommen, wenn

  1. ihr Schulze-Rang besser als der des Status Quo ist und
  2. es mehr Zustimmungen als Ablehnungen gibt.

Falls eines dieser Kriterien verletzt wird, wird die jeweilige Initiativen bei der Ermittlung des Siegers nicht weiter berücksichtigt.

Ergebnisse

  • Initiative 230: keine Beschränkung der Amtszeit angenommen
    • 18 Zustimmungen
    • 5 Ablehnungen
    • 0 Enthaltungen
    • Verhältnis von Zustimmungen und Ablehnungen ist ausreichend
    • Schulze-Rang ist besser als Status Quo
  • Initiative 228: Beschränkung der Amtszeit - 3 Jahre abgelehnt
    • 5 Zustimmungen
    • 17 Ablehnungen
    • 1 Enthaltungen
    • Verhältnis von Zustimmungen und Ablehnungen ist nicht ausreichend
    • Schulze-Rang ist nicht besser als Status Quo
  • Initiative 227: Beschränkung der Amtszeit - 2 Jahre abgelehnt
    • 5 Zustimmungen
    • 18 Ablehnungen
    • 0 Enthaltungen
    • Verhältnis von Zustimmungen und Ablehnungen ist nicht ausreichend
    • Schulze-Rang ist nicht besser als Status Quo
  • Initiative 229: Beschränkung der Amtszeit - 1 Jahr abgelehnt
    • 0 Zustimmungen
    • 23 Ablehnungen
    • 0 Enthaltungen
    • Verhältnis von Zustimmungen und Ablehnungen ist nicht ausreichend
    • Schulze-Rang ist nicht besser als Status Quo
SELECT policy_id FROM issue WHERE (id = '159') ORDER BY id
SELECT name, direct_majority_num, direct_majority_den, direct_majority_strict FROM policy WHERE (id = 5) ORDER BY id
vote
Manual and delegated votes without abstentions; Frontends must ensure that no votes are added modified or removed when the issue has been closed.
policy
Policies for a particular proceeding type (timelimits, quorum)
(5,)
('Meinungsbild / Beschlussvorlage', 1, 2, True)

Gewinner

Entsprechend der Schulze-Methode gibt es folgende Gewinner:

Gewinner Initiative 230: keine Beschränkung der Amtszeit

Diese Initiative hat den besten Schulze-Rang unter den angenommenen Initiativen.